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	<title>davidp.de &#187; Journalismus</title>
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	<description>Gedanken über das Ende der Zeit</description>
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		<title>Frank-Walter Steinmeier und das Internet</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 11:39:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Prochnow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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Gleich zwei bemerkenswerte Dokumente fanden die letzten Tage &#252;ber in den deutschsprachigen Teilen des Internets Beachtung. Zum einen ist das ein Aufsatz Frank-Walter Steinmeiers zur zukunftsgerechten Medienpolitik bei carta.info. Zum anderen ein von einigen deutschen A-Bloggern und Digital-Bohèmes1 verabschiedetes »Internet-Manifest«.
Beide Texte setzen sich mit der Konfrontation von klassischen Medien und Internet auseinander; Beide versuchen einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Steinmeier" src="http://www.davidp.de/wp-content/uploads/2009/09/steinmeier-k.png" alt="" width="450" height="300" /></p>
<p>Gleich zwei bemerkenswerte Dokumente fanden die letzten Tage &#252;ber in den deutschsprachigen Teilen des Internets Beachtung. Zum einen ist das <a href="http://carta.info/14150/frank-walter-steinmeier-medienpolitik-spd/">ein Aufsatz Frank-Walter Steinmeiers</a> zur zukunftsgerechten Medienpolitik bei <a href="http://www.carta.info/">carta.info</a>. Zum anderen ein von einigen deutschen A-Bloggern und Digital-Bohèmes<sup><a href="http://www.davidp.de/2009/09/08/frank-walter-steinmeier-und-das-internet/#footnote_0_490" id="identifier_0_490" class="footnote-link footnote-identifier-link" title=" Markus Beckedahl, Mercedes Bunz, Julius Endert, Johnny Haeusler, Thomas Kn&amp;#252;wer, Sascha Lobo, Robin Meyer-Lucht, Wolfgang Michal, Stefan Niggemeier, Kathrin Passig, Janko R&amp;#246;ttgers, Peter Schink, Mario Sixtus, Peter Stawowy, Fiete Stegers">1</a></sup> verabschiedetes »<a href="http://www.internet-manifest.de/">Internet-Manifest</a>«.</p>
<p>Beide Texte setzen sich mit der Konfrontation von klassischen Medien und Internet auseinander; Beide versuchen einen Weg aufzuzeigen, wie das entstandene Dilemma rund um Qualit&#228;tsanspr&#252;che und Finanzierungssorgen aufzul&#246;sen ist. Einig scheinen sich die Autoren des Manifests und der SPD-Kanzlerkandidat dabei vor allem in der Frage nach der Bedeutung von (Nachrichten-)Medien zu sein: »Eine moderne Demokratie«, leitet etwa Steinmeier seine Erl&#228;uterungen ein, »kann nicht existieren ohne verantwortliche […] Medien.« Und auch das Manifest attestiert dem Journalismus eine »gesellschaftsbildende Aufgabe«.<br />
W&#228;hrend aber Steinmeier das Internet als einen m&#246;glichen Verbreitungskanal<sup><a href="http://www.davidp.de/2009/09/08/frank-walter-steinmeier-und-das-internet/#footnote_1_490" id="identifier_1_490" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="m&amp;#246;glicherweise den prim&amp;#228;ren, soviel sei ihm zugestanden">2</a></sup> f&#252;r <em>die Medien</em> sieht, geht das Manifest bereits weiter: F&#252;r seine Autoren ist das Netz <em>das</em> Medium schlechthin. Von Journalisten fordern sie »die Anpassung der Gesch&#228;ftsmodelle ans Internetzeitalter«, wogegen Steinmeier ein <em>Kleinhalten</em> »neuer Vermachtungsstrukturen« à la »Google und Co.« fordert. Ein »zeitgem&#228;&#223;es Medienkonzentrationsrecht« nennt er das, was leider, genauso wie seine These, Medien litten immer dann besonders, wenn sie sich auf einem v&#246;llig deregulierten Markt behaupten m&#252;ssten, unglaubw&#252;rdig wirkt, wenn er kurz darauf eine »Erleichterung im Pressefusionsrecht« einfordert.<br />
&#220;berhaupt wirken einige von Steinmeiers Punkten zerfasert und uneindeutig. Als <em>w&#228;re</em> er ein Politiker im Wahlkampf, der versucht es allen Recht zu machen, die Macht und Einfluss haben: Den privatgef&#252;hrten Medien genauso wie den &#246;ffentlich-rechtlichen und der dpa.<br />
Die Autoren des Manifests sind da insofern weiter, als da sie die Medienkonsumenten – jene Menschen also, »die man einst Leser, Zuh&#246;rer oder Zuschauer nannte« – in den Mittelpunkt ihrer &#220;berlegungen r&#252;cken<sup><a href="http://www.davidp.de/2009/09/08/frank-walter-steinmeier-und-das-internet/#footnote_2_490" id="identifier_2_490" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="auch Steinmeier sollte nach meiner Auffassung den W&amp;#228;hler &ndash; den man einst B&amp;#252;rger nannte &ndash; etwas weniger stiefm&amp;#252;tterlich behandeln">3</a></sup>. So gehen sie davon aus, dass das Internet »der neue Ort f&#252;r den politischen Diskurs« ist und das dort ver&#246;ffentlichte Meinungen denselben Schutz erfahren sollten, wie die Freiheit der Presse: Die Freiheit des Netzes sei grenzenlos.<br />
Viele der Ans&#228;tze sind gut und richtig und bringen »eine Entwicklung treffend auf den Punkt, die seit Jahren im Gange ist«<sup><a href="http://www.davidp.de/2009/09/08/frank-walter-steinmeier-und-das-internet/#footnote_3_490" id="identifier_3_490" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="zitiert aus dem ersten Kommentar auf http://carta.info/14428/internet-manifest-das-internet-ist-anders/ von H. Z&amp;#246;rner">4</a></sup>. Jedoch gibt es auch gute Einw&#228;nde gegen bestimmte Punkte des Manifests, die zum Beispiel Kai Biermann in einem <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2009-09/internet-manifest-urheberrecht?page=1">Kommentar f&#252;r zeit.de</a> anf&#252;hrt.<br />
Etwa die Vorstellung, dass das Internet (bereits?) <em>das</em> Medium schlechthin f&#252;r westliche Gesellschaften sei, ist immerhin nicht gesichert: Fernsehen, Zeitungen, Radio… all das gibt es immerhin noch. Oder die Annahme, dass sich im Netz Qualit&#228;t auf Dauer durchsetzen werde. Belegt ist das nat&#252;rlich nicht.<br />
Andererseits sind das nat&#252;rlich auch nur »17 Behauptungen« die zu einem – inzwischen &#252;brigens <a href="http://netzpolitik.org/wiki/index.php/Internet_Manifest">per Wiki editierbaren</a> – so streitbaren wie provokanten, gegen die <a href="http://www.textkritik.de/urheberrecht/index.htm">heidelberger Holzhacker</a> und <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A9CAF508685453EB782013BE79E9C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Burdas</a> dieses Landes gerichteten, Manifest geschn&#252;rt wurden. Und immerhin sind die Leitlinien des Manifests, anders als bei Steinmeiers &#220;berlegungen, eindeutig in eine Richtung geleitet.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_490" class="footnote"> Markus Beckedahl, Mercedes Bunz, Julius Endert, Johnny Haeusler, Thomas Kn&#252;wer, Sascha Lobo, Robin Meyer-Lucht, Wolfgang Michal, Stefan Niggemeier, Kathrin Passig, Janko R&#246;ttgers, Peter Schink, Mario Sixtus, Peter Stawowy, Fiete Stegers</li><li id="footnote_1_490" class="footnote">m&#246;glicherweise den prim&#228;ren, soviel sei ihm zugestanden</li><li id="footnote_2_490" class="footnote">auch Steinmeier sollte nach meiner Auffassung den W&#228;hler – den man einst B&#252;rger nannte – etwas weniger stiefm&#252;tterlich behandeln</li><li id="footnote_3_490" class="footnote">zitiert aus dem ersten Kommentar auf <a href="http://carta.info/14428/internet-manifest-das-internet-ist-anders/">http://carta.info/14428/internet-manifest-das-internet-ist-anders/</a> von H. Z&#246;rner</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Springer enteignet</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 06:41:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Prochnow</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass der Axel-Springer-Verlag sich von Google und Konsorten enteignet f&#252;hlt, ist kein Geheimnis mehr.
Dass der Axel-Springer-Verlag selbst enteignet, was die Medienlandschaft hergibt, ist einem aktuellen BILD-Titel zu entnehmen.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass der Axel-Springer-Verlag sich von Google und Konsorten <a href="http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E89A79A2D09F24BA08FFC0179785924F6~ATpl~Ecommon~Scontent.html">enteignet f&#252;hlt</a>, ist kein Geheimnis mehr.</p>
<p>Dass der Axel-Springer-Verlag selbst enteignet, was die Medienlandschaft hergibt, ist einem aktuellen BILD-Titel <a href="http://carta.info/13554/jauch-berichterstattung-enteignet-bild-hier-das-zeit-magazin/">zu</a> <a href="http://www.bildblog.de/9903/wie-man-mit-inhalten-anderer-geld-verdient/">entnehmen</a>.</p>
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		<title>Zeitungen und Internet</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 13:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Prochnow</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine bedeutend zeitgem&#228;&#223;ere Auffassung vom Wechselspiel zwischen Zeitung und Internet, als sie Josef Joffe diese Woche in der Zeit vertrat findet sich jetzt bei jetzt.de bzw. der S&#252;ddeutschen Zeitung.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine bedeutend zeitgem&#228;&#223;ere Auffassung vom Wechselspiel zwischen Zeitung und Internet, als sie Josef Joffe <a href="http://www.davidp.de/2008/08/15/verkrampfung-im-vierten-stand/">diese Woche</a> in der Zeit vertrat findet sich jetzt <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/443756/">bei jetzt.de</a> bzw. der <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/571/306531/text/">S&#252;ddeutschen Zeitung</a>.</p>
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