<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>davidp.de &#187; Print</title>
	<atom:link href="http://www.davidp.de/tag/print/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.davidp.de</link>
	<description>Gedanken über das Ende der Zeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 11 Mar 2010 01:53:21 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Was bleibt vom Buch? &#8211; Teil 2: Die Aufl&#246;sung des Materiellen</title>
		<link>http://www.davidp.de/2009/06/16/was-bleibt-vom-buch-teil-2-die-aufloesung-des-materiellen/</link>
		<comments>http://www.davidp.de/2009/06/16/was-bleibt-vom-buch-teil-2-die-aufloesung-des-materiellen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 00:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Prochnow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Comes with Music]]></category>
		<category><![CDATA[Filmindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Informationszeitalter]]></category>
		<category><![CDATA[Lexika]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Mängelexemplar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Musikindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Napster]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>
		<category><![CDATA[Printmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Spotify]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verdigitalisierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidp.de/?p=463</guid>
		<description><![CDATA[Dieser Eintrag ist Teil einer Artikelserie »Was bleibt vom Buch?«. Der erste Teil »Der Wert von Information« findet sich hier.
Seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts befinden wir uns im Wandel von einer Industrie- zu einer Informationsgesellschaft. So zumindest die g&#228;ngige Meinung. In dieser Informationsgesellschaft l&#246;sen sich die Menschen zunehmend von (industriell gefertigten) materiellen G&#252;tern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Eintrag ist Teil einer Artikelserie »Was bleibt vom Buch?«. Der erste Teil »Der Wert von Information« findet sich <a href="http://www.davidp.de/2009/06/14/was-bleibt-vom-buch-teil-1-der-wert-von-information/#more-443">hier</a>.</em></p>
<p>Seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts befinden wir uns im Wandel von einer Industrie- zu einer Informationsgesellschaft. So zumindest die g&#228;ngige Meinung. In dieser Informationsgesellschaft l&#246;sen sich die Menschen zunehmend von (industriell gefertigten) materiellen G&#252;tern, greifen nur noch im Bedarfsfall auf sie zu<sup><a href="http://www.davidp.de/2009/06/16/was-bleibt-vom-buch-teil-2-die-aufloesung-des-materiellen/#footnote_0_463" id="identifier_0_463" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dazu passt zum Beispiel diese noch junge Meldung, nach der in Italien ein zunehmender Trend weg vom Besitz hin zum Mieten festzustellen ist. [via]">1</a></sup> und virtualisieren, was immer m&#246;glich ist.<span id="more-463"></span>Musik etwa ist im Laufe des 20. Jahrhunderts immer weiter eingedampft und in ihrer physischen Form in unglaublichem Ausma&#223; reduziert worden. Von der Schallplatte &#252;ber die CD bis hin zum MP3-Player mit 180 Gigabyte Speichervolumen und mehr. Doch weshalb sollte man an so einer Stelle Halt machen, wo doch die M&#246;glichkeit praktisch unbegrenzten Speicher zur Verf&#252;gung zu stellen zum Greifen nah ist. Um beim Beispiel Musik zu bleiben: Dienste wie <a href="http://www.spotify.com">Spotify</a>, <a href="http://www.napster.de/">Napster</a><sup><a href="http://www.davidp.de/2009/06/16/was-bleibt-vom-buch-teil-2-die-aufloesung-des-materiellen/#footnote_1_463" id="identifier_1_463" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="das neue meine ich, nicht das echte">2</a></sup> oder Nokias <a href="http://www.comeswithmusic.de/">Comes with Music</a>, die gegen feste Betr&#228;ge Abos anbieten mit denen beliebig viel Musik aus einem m&#246;glichst gro&#223;en Katalog angeh&#246;rt werden kann, stehen<sup><a href="http://www.davidp.de/2009/06/16/was-bleibt-vom-buch-teil-2-die-aufloesung-des-materiellen/#footnote_2_463" id="identifier_2_463" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="genauso wie Tauschb&amp;#246;rsen &amp;#252;brigens">3</a></sup> f&#252;r ein neues (oder vielleicht <a href="http://www.spreeblick.com/2009/06/02/wir-werden-niemals-fur-musik-bezahlen/">gar nicht so neues</a>) Verst&#228;ndnis von Musik: Nicht das Tr&#228;germedium oder die Sammlung die aus vielen davon entstehen kann, sondern vielmehr das musikalische Erlebnis selbst steht im Vordergrund, wenn man im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Informationszeitalter">Informationszeitalter</a> Musik »kauft« und »konsumiert«. Der bislang konsequenteste Ansatz scheint es da zu sein, die Musik <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,630591,00.html">als Teil des Netzanschluss&#8217;</a> anzubieten.</p>
<p>Bei Filmen oder Musik, die viel weniger als B&#252;cher mit ihren jeweiligen Tr&#228;germedien ein gemeinsames Ganzes bilden, entwickelt der Prozess der Entmaterialisierung sich bereits rasant. Doch in beiden Bereichen werden wir w&#228;hrend der Wahrnehmung des, wie auch immer gespeicherten, Werkes nicht mit dem Datentr&#228;ger konfrontiert. Beim Lesen eines Buches dagegen, halten wir diesen »Datentr&#228;ger« in der Hand, bl&#228;ttern darin vor und zur&#252;ck, erleben das »Auslesen« der Informationen als physischen Akt: Wir ben&#246;tigen kein zus&#228;tzliches Abspielger&#228;t, um zu verstehen, was in einem Buch steht.</p>
<p>Auf der anderen Seite aber ist es kein Geheimnis, dass nur besonders bibliophile Zeitgenossen das Buch als physisches Objekt tats&#228;chlich &#252;ber seinen Inhalt stellen w&#252;rden: Zu austauschbar sind inzwischen die teuer-gebundene Erstausgabe eines Buches und das Softcover-M&#228;ngelexemplar, das ein halbes Jahr sp&#228;ter bei Zweitausendeins, Jokers und den Restsellerfilialen der gro&#223;en Buchhandelsketten verramscht wird.</p>
<p>Wie ich bereits im ersten Teil dieser Artikelreihe geschildert habe, hat sich das bereits Mitte der 90er-Jahre mit Microsofts Encarta bzw. zu Beginn diesen Jahrzehnts mit der Wikipedia angek&#252;ndigt. Gedruckte Lexika sind der Inbegriff von starrer, unbeweglicher Information, die in einen teuren und edlen Umschlag gebunden wird. Auch wissenschaftliche Aufs&#228;tze werden heute bereits in erster Linie digital publiziert und wohl zu nicht geringen Teilen auch so gelesen. Hier handelt es sich ebenfalls, wie bei Lexika oder Tageszeitungen, um Textmaterial, bei dem die Trennung von Form und Inhalt besonders leicht f&#228;llt: Immerhin ist der fotomechanische Kopierer im akademischen Alltag nicht erst seit gestern als probates Hilfsmittel beim Bibliographieren anerkannt.</p>
<p>Es scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein, wann auch belletristische Literatur den Weg aller Medien ins Internet antreten und sich auch hier die endg&#252;ltige Trennung von Form und Inhalt vollziehen wird.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_463" class="footnote">Dazu passt zum Beispiel <a href="http://www.experientia.com/blog/italians-say-goodbye-to-property/">diese</a> noch junge Meldung, nach der in Italien ein zunehmender Trend weg vom Besitz hin zum Mieten festzustellen ist. [<a href="http://www.buzzmachine.com/2009/06/15/beta-life/">via</a>]</li><li id="footnote_1_463" class="footnote">das neue meine ich, nicht das echte</li><li id="footnote_2_463" class="footnote">genauso wie Tauschb&#246;rsen &#252;brigens</li></ol>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidp.de/2009/06/16/was-bleibt-vom-buch-teil-2-die-aufloesung-des-materiellen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
