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	<title>davidp.de &#187; Printmedien</title>
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	<description>Gedanken über das Ende der Zeit</description>
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		<title>Hubert Burda, das Netz und die Medien</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 20:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Prochnow</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der FAZ &#228;u&#223;ert sich Hubert Burda &#252;ber das Verh&#228;ltnis von Internet und klassischen Medien. Der Kern seiner Ausf&#252;hrungen besch&#228;ftigt sich mit der Frage nach der Refinanzierbarkeit von Journalismus1. Bislang, so Burda, verdienten im Netz vorallem Suchmaschinen, als Katalysatoren und Gatekeeper, an den Inhalten von Medienh&#228;usern und Verlagen. »Enteignung« ist das in seiner Diktion, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der FAZ <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A9CAF508685453EB782013BE79E9C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html">&#228;u&#223;ert sich Hubert Burda</a> &#252;ber das Verh&#228;ltnis von Internet und klassischen Medien. Der Kern seiner Ausf&#252;hrungen besch&#228;ftigt sich mit der Frage nach der Refinanzierbarkeit von Journalismus<sup><a href="http://www.davidp.de/2009/06/30/hubert-burda-das-netz-und-die-medien/#footnote_0_470" id="identifier_0_470" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="und damit ist implizit wohl auch die Frage nach der Finanzierung anderer Medienangebote gestellt">1</a></sup>. Bislang, so Burda, verdienten im Netz vorallem Suchmaschinen, als Katalysatoren und Gatekeeper, an den Inhalten von Medienh&#228;usern und Verlagen. »Enteignung« ist das in seiner Diktion, die sich nur mit  einem »Leistungsschutzrecht« f&#252;r Verleger erwidern l&#228;sst. Dieses »Leistungsschutzrecht« ist,  in aller K&#252;rze, das Recht der Verlags- und Medienh&#228;user, die von Ihnen vermarkteten Informationen exklusiv monetarisieren zu d&#252;rfen.</p>
<p>Auch, wenn ich Burdas Schlussfolgerungen, die ja eindeutig auf den Schutz der, wie er es nennt, »Kreativindustrie« abzielen, nicht folgen mag, so denke ich, dass er die grunds&#228;tzlichen Probleme, mit denen sich Kreative im Allgemeinen und der Qualit&#228;tsjournalismus im Speziellen, konfrontiert sehen, recht genau auf den Punkt bringt.</p>
<p>Was er meines Erachtens dabei  &#252;bersieht ist, dass Googles Gatekeeperfunktion, gerade in Bezug auf aktuellen Themen, durch die gegenw&#228;rtige <a href="http://netzwertig.com/2009/06/25/hier-und-jetzt-das-fluessige-echtzeitweb/">Entwicklung hin zum Echtzeitweb</a> angefressen wird. Plattformen wie Twitter oder Facebook, die in rasanter Geschwindigkeit aktuelle Themen (und eben auch Links) aufgreifen und weiterverbreiten, sind hierf&#252;r nur Vorboten. Auch auf den Link zu Burdas Artikel wurde zB. ich nicht durch Google News aufmerksam sondern &#252;ber <a href="http://www.rivva.de/">Rivva</a>, einen sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mem">Meme</a>tracker, der durch st&#228;ndiges Auslesen der Links in deutschen Weblogs, zu ermitteln versucht welche Websites bzw. Artikel dort gegenw&#228;rtig besonders heftig diskutiert werden.</p>
<p>In einem solchen Echtzeitweb ist es das Netz bzw. sind es die Nutzer des Netzes selbst, die auf aktuelle Themen verweisen und somit die Aufmerksamkeit auf Artikel bei FAZ, Burda und Co. lenken. Google und andere Suchmaschinen, dienen dann h&#246;chstens noch als Kataloge f&#252;r Archivinformationen – mit denen aber Zeitungen fr&#252;her auch kein Geld verdient haben.</p>
<p>Die &#252;blichen Einw&#228;nde gegen Burdas Logik der »Enteignung« finden sich zB. <a href="http://wirres.net/article/articleview/5248/1/6/">hier</a>, <a href="http://www.fischmarkt.de/2009/06/burdas_teilungsproblem.html">hier</a> und <a href="http://meingottundmeinewelt.de/2009/06/30/fei-lian-stellt-forderungen-an-energiekonzerne-auf/">hier</a>.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_470" class="footnote">und damit ist implizit wohl auch die Frage nach der Finanzierung anderer Medienangebote gestellt</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Was bleibt vom Buch? &#8211; Teil 2: Die Aufl&#246;sung des Materiellen</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 00:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Prochnow</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Eintrag ist Teil einer Artikelserie »Was bleibt vom Buch?«. Der erste Teil »Der Wert von Information« findet sich hier.
Seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts befinden wir uns im Wandel von einer Industrie- zu einer Informationsgesellschaft. So zumindest die g&#228;ngige Meinung. In dieser Informationsgesellschaft l&#246;sen sich die Menschen zunehmend von (industriell gefertigten) materiellen G&#252;tern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Eintrag ist Teil einer Artikelserie »Was bleibt vom Buch?«. Der erste Teil »Der Wert von Information« findet sich <a href="http://www.davidp.de/2009/06/14/was-bleibt-vom-buch-teil-1-der-wert-von-information/#more-443">hier</a>.</em></p>
<p>Seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts befinden wir uns im Wandel von einer Industrie- zu einer Informationsgesellschaft. So zumindest die g&#228;ngige Meinung. In dieser Informationsgesellschaft l&#246;sen sich die Menschen zunehmend von (industriell gefertigten) materiellen G&#252;tern, greifen nur noch im Bedarfsfall auf sie zu<sup><a href="http://www.davidp.de/2009/06/16/was-bleibt-vom-buch-teil-2-die-aufloesung-des-materiellen/#footnote_0_463" id="identifier_0_463" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dazu passt zum Beispiel diese noch junge Meldung, nach der in Italien ein zunehmender Trend weg vom Besitz hin zum Mieten festzustellen ist. [via]">1</a></sup> und virtualisieren, was immer m&#246;glich ist.<span id="more-463"></span>Musik etwa ist im Laufe des 20. Jahrhunderts immer weiter eingedampft und in ihrer physischen Form in unglaublichem Ausma&#223; reduziert worden. Von der Schallplatte &#252;ber die CD bis hin zum MP3-Player mit 180 Gigabyte Speichervolumen und mehr. Doch weshalb sollte man an so einer Stelle Halt machen, wo doch die M&#246;glichkeit praktisch unbegrenzten Speicher zur Verf&#252;gung zu stellen zum Greifen nah ist. Um beim Beispiel Musik zu bleiben: Dienste wie <a href="http://www.spotify.com">Spotify</a>, <a href="http://www.napster.de/">Napster</a><sup><a href="http://www.davidp.de/2009/06/16/was-bleibt-vom-buch-teil-2-die-aufloesung-des-materiellen/#footnote_1_463" id="identifier_1_463" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="das neue meine ich, nicht das echte">2</a></sup> oder Nokias <a href="http://www.comeswithmusic.de/">Comes with Music</a>, die gegen feste Betr&#228;ge Abos anbieten mit denen beliebig viel Musik aus einem m&#246;glichst gro&#223;en Katalog angeh&#246;rt werden kann, stehen<sup><a href="http://www.davidp.de/2009/06/16/was-bleibt-vom-buch-teil-2-die-aufloesung-des-materiellen/#footnote_2_463" id="identifier_2_463" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="genauso wie Tauschb&amp;#246;rsen &amp;#252;brigens">3</a></sup> f&#252;r ein neues (oder vielleicht <a href="http://www.spreeblick.com/2009/06/02/wir-werden-niemals-fur-musik-bezahlen/">gar nicht so neues</a>) Verst&#228;ndnis von Musik: Nicht das Tr&#228;germedium oder die Sammlung die aus vielen davon entstehen kann, sondern vielmehr das musikalische Erlebnis selbst steht im Vordergrund, wenn man im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Informationszeitalter">Informationszeitalter</a> Musik »kauft« und »konsumiert«. Der bislang konsequenteste Ansatz scheint es da zu sein, die Musik <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,630591,00.html">als Teil des Netzanschluss&#8217;</a> anzubieten.</p>
<p>Bei Filmen oder Musik, die viel weniger als B&#252;cher mit ihren jeweiligen Tr&#228;germedien ein gemeinsames Ganzes bilden, entwickelt der Prozess der Entmaterialisierung sich bereits rasant. Doch in beiden Bereichen werden wir w&#228;hrend der Wahrnehmung des, wie auch immer gespeicherten, Werkes nicht mit dem Datentr&#228;ger konfrontiert. Beim Lesen eines Buches dagegen, halten wir diesen »Datentr&#228;ger« in der Hand, bl&#228;ttern darin vor und zur&#252;ck, erleben das »Auslesen« der Informationen als physischen Akt: Wir ben&#246;tigen kein zus&#228;tzliches Abspielger&#228;t, um zu verstehen, was in einem Buch steht.</p>
<p>Auf der anderen Seite aber ist es kein Geheimnis, dass nur besonders bibliophile Zeitgenossen das Buch als physisches Objekt tats&#228;chlich &#252;ber seinen Inhalt stellen w&#252;rden: Zu austauschbar sind inzwischen die teuer-gebundene Erstausgabe eines Buches und das Softcover-M&#228;ngelexemplar, das ein halbes Jahr sp&#228;ter bei Zweitausendeins, Jokers und den Restsellerfilialen der gro&#223;en Buchhandelsketten verramscht wird.</p>
<p>Wie ich bereits im ersten Teil dieser Artikelreihe geschildert habe, hat sich das bereits Mitte der 90er-Jahre mit Microsofts Encarta bzw. zu Beginn diesen Jahrzehnts mit der Wikipedia angek&#252;ndigt. Gedruckte Lexika sind der Inbegriff von starrer, unbeweglicher Information, die in einen teuren und edlen Umschlag gebunden wird. Auch wissenschaftliche Aufs&#228;tze werden heute bereits in erster Linie digital publiziert und wohl zu nicht geringen Teilen auch so gelesen. Hier handelt es sich ebenfalls, wie bei Lexika oder Tageszeitungen, um Textmaterial, bei dem die Trennung von Form und Inhalt besonders leicht f&#228;llt: Immerhin ist der fotomechanische Kopierer im akademischen Alltag nicht erst seit gestern als probates Hilfsmittel beim Bibliographieren anerkannt.</p>
<p>Es scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein, wann auch belletristische Literatur den Weg aller Medien ins Internet antreten und sich auch hier die endg&#252;ltige Trennung von Form und Inhalt vollziehen wird.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_463" class="footnote">Dazu passt zum Beispiel <a href="http://www.experientia.com/blog/italians-say-goodbye-to-property/">diese</a> noch junge Meldung, nach der in Italien ein zunehmender Trend weg vom Besitz hin zum Mieten festzustellen ist. [<a href="http://www.buzzmachine.com/2009/06/15/beta-life/">via</a>]</li><li id="footnote_1_463" class="footnote">das neue meine ich, nicht das echte</li><li id="footnote_2_463" class="footnote">genauso wie Tauschb&#246;rsen &#252;brigens</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Was bleibt vom Buch? &#8211; Teil 1: Der Wert von Information</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 14:12:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Prochnow</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht erst seit &#8220;der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger&#8221;1 vorige Woche angek&#252;ndigt hat, die Sch&#252;ler seines Bundesstaates mit eBook-Readern auszustatten und so schrittweise die herk&#246;mmlichen Schulb&#252;cher ersetzen zu wollen; Nicht erst seit Google die Bibliotheken der Welt einzuscannen begonnen hat, stellt sich die Frage nach der Zukunft des gedruckten Buches.
Vielmehr keimt die Frage bereits seit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht erst seit &#8220;der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger&#8221;<sup><a href="http://www.davidp.de/2009/06/14/was-bleibt-vom-buch-teil-1-der-wert-von-information/#footnote_0_443" id="identifier_0_443" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das ist ja auch so eine Phrase, die man eigentlich selbst nie schreiben wollte.">1</a></sup> vorige Woche angek&#252;ndigt hat, die Sch&#252;ler seines Bundesstaates <a href="http://freshzweinull.de/2009/06/kindle-fur-die-kinder-schwarzenegger-will-e-books-an-schulen/">mit eBook-Readern auszustatten</a> und so schrittweise die herk&#246;mmlichen Schulb&#252;cher ersetzen zu wollen; Nicht erst seit <a href="http://www.zeit.de/2005/32/Google-Bibliothek">Google die Bibliotheken der Welt einzuscannen begonnen</a> hat, stellt sich die Frage nach der Zukunft des gedruckten Buches.</p>
<p><span id="more-443"></span><img class="alignleft size-full wp-image-444" style="border: 1px solid black; margin: 5px;" title="Was bleibt vom Buch?" src="http://www.davidp.de/wp-content/uploads/2009/06/buch.png" alt="Was bleibt vom Buch?" width="266" height="200" />Vielmehr keimt die Frage bereits seit der Fr&#252;hzeit des Publikums-Internets und den ersten Ausgaben von Microsofts Multimedia-Lexikon <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Encarta"><em>Encarta</em></a>. Damals, Mitte der 90er, war das Internet immerhin noch viel st&#228;rker als heute ein fast klassisches Textmedium. Nat&#252;rlich wurde dieser Text von Anfang an mit multimedialem Einschlag und den unerh&#246;rten Vorz&#252;gen des Hypertexts ausgestattet. Doch zun&#228;chst waren dies schlicht Erweiterungen des gedruckten Textes um elektronische Extras.</p>
<p>Das gleiche galt f&#252;r Microsofts <em>Encarta</em>: Eine umfassenden Enzyklop&#228;die vom Stile einer Britannica oder eines Brockhauses. Von der ungeheuren Last der Druckkosten befreit und den M&#246;glichkeiten der daraus folgenden Massenproduktion befeuert, erm&#246;glichte sie, was bis dahin unm&#246;glich schien: Eine vollst&#228;ndige Enzyklop&#228;die zum Preis von Zwei- bis Dreihundert Mark zu verkaufen, die noch dazu per Internet oder j&#228;hrlichem Upgrade zu relativ geringen Kosten auf dem aktuellsten Stand gehalten werden konnte. Auch f&#252;r sie galt, was ich oben vom Internet der 90er Jahre geschrieben habe, sie bildete ein gedrucktes Medium (das klassische Lexikon) ab und erg&#228;nzte es lediglich um einige neue Funktionen.</p>
<p>Inzwischen, zehn bis 15 Jahre sp&#228;ter, ist der digitale Internettext in vielen F&#228;llen zum Referenzmedium geworden. Deutlich illustrieren l&#228;sst sich das zB. anhand der Nachrichtenmedien. Die ersten Internetauftritte von Tageszeitungen etwa waren in der Regel nur eine digitale Kopie der gedruckten Ausgaben. Heute dagegen werden Printmedien mehr und mehr zu ausgedruckten, bequem lesbaren Varianten von Internetseiten. Dieser Entwicklung tr&#228;gt etwa die <a href="http://blog.rheinblick-mag.de/2009/02/20/der-neue-freitag-zeit-fur-ein-zwischenfazit/">Neuausrichtung</a> <em>des <a href="http://www.freitag.de/">Freitags</a></em> Rechnung, der seit einigen Monaten versucht Internet- und Printausgabe miteinander zu verzahnen.<sup><a href="http://www.davidp.de/2009/06/14/was-bleibt-vom-buch-teil-1-der-wert-von-information/#footnote_1_443" id="identifier_1_443" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich bin mir nat&amp;#252;rlich dar&amp;#252;ber im Klaren, dass der Freitag nur eine relativ kleine Zeitung ist und es dementsprechend gewagt ist eine hier stattfindende Entwicklung zu verallgemeinern.">2</a></sup> – Zwar wehren sich gegen solche Entwicklungen noch immer viele Tageszeitungen, betonen die Exklusivit&#228;t ihrer Inhalte und die Qualit&#228;t, die der klassische Redaktionsprozess im Gegensatz zu schnell ver&#246;ffentlichten Onlineartikeln garantiere, doch all das &#228;ndert nichts daran, dass inzwischen nichts mehr so alt ist wie die Zeitung vom heutigen Tag.</p>
<p>Noch viel st&#228;rker ist von solchen Entwicklungen das, ja oben bereits angesprochene, Gewerbe derer betroffen, die mit dem Verkauf von Lexika ihr Geld verdienen. Zu stark ist mittlerweile die Konkurrenz durch die Wikipedia und das Rest-Internet. Die bislang – und <a href="http://www.boersenblatt.net/259846/">wom&#246;glich</a> <a href="http://webadventures.at/2008/02/12/adieu-phallussymbol-in-30-banden/">endg&#252;ltig</a> – letzte Auflage des Brockhaus&#8217; etwa verursacht <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/brockhaus-steckt-in-roten-zahlen;1440166">Millionenverluste</a>. Auch die <em>Encarta</em> ist aus &#246;konomischer Sicht <a href="http://encarta.msn.com/guide_page_FAQ/FAQ.html">nicht l&#228;nger tragbar.</a></p>
<p>Der Wertverlust, den Informationen in unserer volldigitalisierten Gesellschaft erfahren, ist mittlerweile also gerade da, wo reine Information vermarktet wird (Zeitungen und Lexika) zu einer existenzbedrohenden Gefahr geworden<sup><a href="http://www.davidp.de/2009/06/14/was-bleibt-vom-buch-teil-1-der-wert-von-information/#footnote_2_443" id="identifier_2_443" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#220;brigens auch der Grund f&amp;#252;r die Probleme von Musik- und Filmwirtschaft.">3</a></sup>: Nat&#252;rlich ist es auch heute noch schick sich eine Encyclopædia Britannica ins Regal zu stellen und auf jeden Fall ist das Rascheln von Zeitungspapier charmanter als das Rauschen eines Computerl&#252;fters, aber weder hat Meyers Konvesationslexikon heute noch den Informationsgehalt und die Aktualit&#228;t einer Wikipedia zu bieten, noch kann eine Tageszeitung das Tagesgeschehen so schnell abbilden, wie Twitter oder den selben Raum f&#252;r Dispute bieten, wie die praktisch unbegrenzt gro&#223;e Blogosph&#228;re.</p>
<p><em>Der zweite Teil dieser Artikelserie findet sich <a href="http://www.davidp.de/2009/06/16/was-bleibt-vom-buch-teil-2-die-aufloesung-des-materiellen/">hier</a>.</em></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_443" class="footnote">Das ist ja auch so eine Phrase, die man eigentlich selbst nie schreiben wollte.</li><li id="footnote_1_443" class="footnote">Ich bin mir nat&#252;rlich dar&#252;ber im Klaren, dass <em>der Freitag</em> nur eine relativ kleine Zeitung ist und es dementsprechend gewagt ist eine hier stattfindende Entwicklung zu verallgemeinern.</li><li id="footnote_2_443" class="footnote">&#220;brigens auch der Grund f&#252;r die Probleme von Musik- und Filmwirtschaft.</li></ol>]]></content:encoded>
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